Das Umweltteam im LKH Mariazell zeigt mit einem engagierten Reinigungsprojekt, dass aktiver Umweltschutz vielfachen Nutzen bringt.
„Klinisch sauber“ ist auch umgangssprachlich das Prädikat für absolute Reinheit. Und geputzt wird im Krankenhaus tatsächlich sehr ausgiebig – meist mit Hilfe von viel umweltbelastender Chemie, die nach Gebrauch über das Abwasser „entsorgt“ wird.
Damit wollte sich das Umweltteam im LKH Mariazell aber nicht abfinden und machte sich – angeregt durch das KAGes Umweltthema 2000 „Wasser sorgsam nutzen“ – auf die Suche nach Alternativen. Im Preyer’schen Kinderspital in Wien, das bekannt ist für sein Umweltengagement, wurde man fündig: K10 – ein Allzweckreiniger, der keine Tenside enthält und auch mit seinen anderen, völlig natürlichen Inhaltsstoffen keine Gefährdung für unsere Gewässer darstellt. Dass man K10 sogar trinken kann, wie die Herstellerfirma behauptet, wurde ohne Selbstversuch akzeptiert.
In Abstimmung mit dem Reinigungsdienst und der Hygienefachkraft wurden die weitere Vorgangsweise geplant, Vor- und Nachteile erarbeitet und eine erste Grobkostenschätzung durchgeführt. Durch diese sorgfältige Vorbereitung kam dann auch von der Anstaltsleitung grünes Licht für die probeweise Verwendung von K10 als alleiniges Universalreinigungsmittel.